Deutsch-Japanisches Austauschprogramm

In der gemeinsamen Erklärung beider Länder vom Juni 1997 zur Intensivierung des Deutsch-Japanischen Jugend- und Personenaustauschs wurde ein neuer Schwerpunkt in den bilateralen Beziehungen gesetzt. Auf der Grundlage dieser gemeinsamen Erklärung wurde eine Reihe von Austauschprogrammen eingerichtet, zu denen das Deutsch-Japanische Austauschprogramm für junge Berufstätige gehört.

Finanziert wird es auf deutscher Seite aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), auf japanischer Seite aus Mitteln des Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT). Für Koordination und Durchführung des Programms ist auf deutscher Seite das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendring Thüringen e. V. (LJRT), auf japanischer Seite ein landesweiter Träger der Jugendarbeit verantwortlich.

Das diesjährige Austauschprogramm steht unter dem Oberthema: „Chancen und Verantwortung von jungen Menschen in der sich verändernden Arbeitswelt“; die Unterthemen sind „Gute Arbeit von Frauen und Männern: Work-Life-Balance und Karriereplanung“ sowie „Tradierung von handwerklichen Kompetenzen: kultureller und historischer Vergleich im produzierenden Gewerbe“ (z. B. Fragen der Nachwuchsförderung insbesondere in handwerklichen Berufen). Zielgruppe des Programms sind junge Berufstätige und Auszubildende aus allen Branchen. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, an einem zweiwöchigen Besuchsprogramm im jeweils anderen Land teilzunehmen, um ihnen auf diese Weise die Gelegenheit zu bieten, insbesondere die Arbeits- und Lebenswelt des Partnerlandes kennen zu lernen. Mit mehrtägigen Besuchen in Firmen und/oder Behörden wird den Teilnehmenden zudem ermöglicht, unter Berücksichtigung der diesjährigen Themen, einen Einblick in die Arbeitsprozesse vor Ort zu erhalten.

Ein obligatorisches Vorbereitungsseminar in Berlin vor Abreise sowie ein Einführungsseminar nach Ankunft in Japan vermitteln den deutschen Teilnehmenden des Programms erste Kenntnisse über das Land und die Menschen. Vorab der Reise kann auf einem Wochenendseminar während des Besuchs der japanischen Delegation bereits in Deutschland erste Kontakte mit jungen Berufstätigen aus Japan geknüpft werden und durch vertiefte und moderierte Diskussionen eine intensive Auseinandersetzung zu einem der o. g. Jahresthemen aus der jeweils anderen Perspektive stattfinden. Das Wochenendseminar in Deutschland findet in Fürstenberg/Havel statt. Eine Teilnahme an diesem Seminar wird im Sinne des inhaltlichen Konzepts des Austauschprogramms für sinnvoll erachtet. In Japan stehen themenbezogene Fachvorträge, Betriebsbesuche sowie ein Gastfamilienwochenende im Mittelpunkt. Begegnungen mit jungen Menschen, beispielsweise mit ehemaligen Teilnehmenden der japanischen Delegationen, ermöglichen den Austausch über verschiedene Fragen sowohl über Berufsausbildung und Arbeitsverhältnisse als auch über das Leben in der jeweils anderen Kultur. Bei einem japanisch-deutschen Wochenendseminar in Japan können zudem die in Deutschland begonnen Diskussionen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lebens- und Arbeitswelten beider Länder fortgesetzt werden. Ausgewählte Besichtigungen historischer und kultureller Einrichtungen geben einen Einblick in die japanische Kultur. Sowohl in Japan als auch in Deutschland werden alle offiziellen Programmteile verdolmetscht (Japanisch-Deutsch).

Aufgrund der Erfahrung aus den vergangenen Jahren muss darauf hingewiesen werden, dass Teilnehmende des Austauschprogramms keine Probleme mit regionalen Speisen (beispielsweise Fleischgerichte, roher Fisch, Fischbrühe, Algen etc.) haben dürfen. Auf individuelle Essgewohnheiten und Wünsche kann aus organisatorischen Gründen wenig Rücksicht genommen werden. Zudem sollte sich jeder potenzielle Teilnehmende über den Gruppencharakter der Reise und das damit verbundene notwendige Zurückstellen persönlicher Wünsche und Befindlichkeiten im Klaren sein.

1. Austauschkandidat*in
• junge Berufstätige und Auszubildende (keine Vollzeitstudierenden) von 18 bis 30 Jahren (zum Zeitpunkt der Programmteilnahme) aus allen Branchen
• Grundkenntnisse in Englisch
• keine Probleme mit nahezu täglichen fisch- oder fleischlastigen und anderen regionaltypischen Speisen
• Teamfähigkeit und keine Probleme mit organisierten Gruppenreisen (private Prioritäten und Wünsche werden nicht berücksichtigt)
• gute physische und psychische Verfassung


2. Termine
• 4. bis 6. August 2017: Wochenendseminar mit der japanischen Delegation in Fürstenberg/Havel (optional)
• 6. bis 8. Oktober 2017: Vorbereitungsseminar in Berlin (obligatorisch)
• 14. November (Ankunft in Tôkyô 15.11.17) bis 28. November 2017: Besuchsprogramm in Japan


3. Kosten und Förderleistungen
Die Teilnehmenden tragen eine Eigenbeteiligung von 700 Euro ergänzend zur Förderung durch das deutsche BMFSFJ (KJP) und das japanische MEXT. Unter Einbeziehung dieses Betrages erstrecken sich die Leistungen im Rahmen dieses Programms auf:
• Unterkunft in Mehrbettzimmern, Verpflegung und falls erforderlich anteilige Fahrtkostenerstattung für das Vorbereitungsseminar in Berlin
• Hin- und Rückflug (Economy Class) nach Japan
• Reisekosten innerhalb Japans (inkl. Flüge, Bus-/Bahnfahrten im Rahmen des offiziellen Programms)
• Unterkunft in Mehrbettzimmern, Verpflegung während der Dauer des Programms (japanischer Standard)
• bei Bedarf: Reisekranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für den Aufenthalt in Japan
• Unterkunft in Mehrbettzimmern und Verpflegung für das Wochenendseminar in Fürstenberg/Havel (keine Fahrtkostenerstattung)


4. Verpflichtungen
Der/die Teilnehmer*in verpflichtet sich zur Einhaltung der Teilnahmebedingungen


5. Bewerbungsunterlagen (unvollständige Bewerbungen werden nicht berücksichtigt) – Achtung: Bitte keine aufwendigen Bewerbungsmappen! –
• Bewerbungsformular (vollständig ausgefüllt, mit Foto)
• separates Begründungsschreiben (Motivation zur Bewerbung und weitere Interessenschwerpunkte)
• tabellarischer Lebenslauf (mit Familie, Ausbildung, Berufserfahrung, Qualifikationen, Interessen)
• knappe Beschreibung der z. Zt. ausgeübten Tätigkeitsfelder
• schriftliche Freistellung des Arbeitgebers für den Zeitraum der Programmteilnahme (alle relevanten Termine)


6. Bewerbungsunterlagen/Rückfragen sind zu richten an:
Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin Tel: (030) 83907-193 oder -194
Frau Miura · Frau Makino Fax: (030) 83907-220
Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin e-Mail: nmiura@jdzb.de, hmakino@jdzb.de

⇒ ⇒ ⇒ Bewerbungsschluss (Eingang): 31. Mai 2017 ⇐ ⇐ ⇐
(Benachrichtigung aller Bewerber*innen: spätestens Mitte Juni 2017)



 
 
 
 

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