„Das ist völlig realitätsfern“

Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim erteilt der Forderung eines Fahrverbotes für Dieselfahrzeuge eine eindeutige Absage. „Unsere Mitgliedsbetriebe haben zurzeit schlichtweg keine Alternative zu den bestehenden Modellen“, erklärt Sven Ruschhaupt, Hauptgeschäftsführer der Kammer.

Im Rahmen einer internetbasierten Kurzumfrage befragte die Kammer 160 Handwerksbetriebe aus Osnabrück und den unmittelbar angrenzenden Gemeinden wie Georgsmarienhütte, Wallenhorst, Belm und Bissendorf. Befragt wurden Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks ebenso wie Betriebe des Nahrungsmittel- und Gesundheitshandwerks.

„Von einem Fahrverbot für Dieselfahrzeuge, die nicht die EURO-6-Abgasnorm erfüllen, wäre das Osnabrücker Handwerk massiv betroffen“, erläutert der Kammerchef die Kernaussage und führt die Gründe auf: Bei über der Hälfte der befragten Betriebe wären 90% der vorhanden betrieblichen Fahrzeuge von einem Fahrverbot betroffen. Beim Bau- und Ausbauhandwerk ist die Quote der befragten Betriebe sogar noch deutlich höher. Für knapp 80% der befragten Handwerksbetriebe würde ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bedeuten, dass Baustellen und Kunden in der Innenstadt von Osnabrück gar nicht oder nur noch stark eingeschränkt erreicht werden könnten. Ruschhaupt: „So würden Kunden aufgrund ihrer Wohnlage deutlich benachteiligt und müssten für die Mobilitätseinschränkung der Handwerksbetriebe zahlen. Die Innenstadt wird durch ein Fahrverbot nicht attraktiver!“ Die Handwerksbetriebe können auch nicht ohne weiteres in neue Fahrzeuge investieren, zudem unterlägen die noch gar nicht so alten Modelle einem erheblichen Wertverlust. „Wir betrachten die derzeitige Diskussion als völlig realitätsfern und halten eine kurzfristige Umsetzung für illusorisch“, so Ruschhaupt.



 
 
 
 

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