Projekt „Zeig was du kannst“

Förderprogramm der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Klosterkammer Hannover wird von der Handwerkskammer umgesetzt.

Ob Bewerbungstraining, Einblicke in verschiedene Handwerksberufe oder das Eingehen auf persönliche Neigungen und Interessen - das alles verbirgt sich hinter dem Projekt „Zeig was du kannst“, das mit pädagogischer und fachlicher Begleitung Osnabrücker Schülerinnen und Schüler den Einstieg in das Berufsleben erleichtern soll.

„Rund 90% unserer jungen Teilnehmer der Klassen neun und zehn vermitteln wir nach dem Projekt erfolgreich in eine Berusausbildung“, erklärt Silke Gerstenberger, die als Bereichleiterin Schülerförderung bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft tätig ist. Und so funktioniert das Konzept: die Haupt- und Sonderschülerinnen und Schüler werden über drei Jahre intensiv außerschulisch betreut. „Wir versuchen jedes halbe Jahr Jugendlichen eine Ausbildungsstätte vorzustellen, um ihnen wichtige Schlüsselqualifikationen wie Teamarbeit, Kommunikation und Selbstpräsentation mit an die Hand zu geben“, so Silke Gerstenberger während des Besuches in der Handwerkskammer. Das Förderprogramm hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihre Ausbildungsfähigkeit für die berufliche Praxis zu verbessern.

Thomas Bos, Elektrotechnikermeister der Handwerkskammer, präsentierte den Schülern verschiedene Steuerungsmechanismen für Lüftungs- und Beleuchtungsanlagen. Nutzer können unter anderem von unterwegs Fenster öffnen und schließen oder die Heizung an- und ausstellen. Beeindruckt von den technischen Möglichkeiten zeigte sich Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, die das Förderprogramm mit 20.000 Euro jährlich unterstützt. „Das Projekt versucht, Jugendlichen eine berufliche Perspektive aufzuzeigen und sie in eine dauerhafte Beschäftigung zu vermitteln.“ Gestiegene Anforderungen an Auszubildende und das Absinken des Qualifizierungsgrades der Jugendlichen, denen es häufig an wichtigen Schlüsselqualifikationen mangelt, offenbaren das Dilemma des deutschen Ausbildungsmarktes. Immer häufiger bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt und Jugendliche glücklos auf der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle. „Hierbei sehen wir auch unsere Aufgabe, Schulabsolventen mit problematischen Bildungshintergründen zu fördern und freuen uns sehr über die entsprechende Unterstützung seitens unserer Kooperationspartner“, erklärt Harald Schlieck, Geschäftsführer der Abteilung Berufsbildung der Handwerkskammer und ergänzt: „Viele unserer Betriebe sind auf die Besetzung ihrer Lehrstellen angewiesen“.



 
 
 
 

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