Osnabrücker Familienbündnisse stellen Qualitätssiegel vor

Der „8. Tag der Unternehmen“ im Innovations-Centrum Osnabrück (ICO) stand unter dem Motto „Familienfreundliche Arbeitgeber“. Foto: Jörn Martens

Die Familienbündnisse von Stadt und Landkreis haben den „8. Tag der Unternehmen“ unter das Motto „Familienfreundliche Arbeitgeber“ gestellt. Im Innovations-Centrum (ICO) im entstehenden Wissenschaftspark an der Sedanstraße stellten sie ein Qualitätssiegel vor, mit dem die damit ausgezeichneten Arbeitgeber hervortreten und Werbung für die Sache machen dürfen.

„Ziel des Qualitätssiegels ist es, Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsvorteil herauszustellen, der die Personalfindung und -bindung positiv unterstützt und zu einer Steigerung der Unternehmensattraktivität führt“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Für Landrat Michael Lübbersmann gilt Familienfreundlichkeit inzwischen „als eines der wichtigsten gehaltsunabhängigen Kriterien für die Attraktivität von Unternehmen und Institutionen als Arbeitgeber“. Dass sich Familienfreundlichkeit auch betriebswirtschaftlich rechne, habe sich zunehmend herumgesprochen.
Einsendeschluss 30. April

Unternehmen und Institutionen aus der Wirtschaftsregion Osnabrück, die sich um das Siegel bewerben möchten, laden einen Bewerbungsbogen von der Seite www.familienfreundliche-arbeitgeber-os.de herunter, füllen ihn aus und reichen ihn bis zum 30. April 2017 ein. Wenn sie eine Bearbeitungsgebühr von 100 Euro bezahlt haben und die Jury die geschilderten Maßnahmen der Familienfreundlichkeit positiv bewertet, haben sie beste Aussichten, bei der Verleihung im Juni in der Handwerkskammer aufs Treppchen steigen zu dürfen. Das Siegel gilt für drei Jahre. Danach ist eine Rezertifizierung möglich.
Entwicklung des Qualitätssiegels

Beteiligt an der Entwicklung des Qualitätssiegels waren die Wirtschaftsförderungen und Familienbündnisse von Stadt und Landkreis Osnabrück, die Handwerkskammer, die Agentur für Arbeit, das Bistum, der Industrielle Arbeitgeberverband, die Koordinierungsstelle Frau & Betrieb, die Gleichstellungsbeauftragte und der Fachbereich Personal und Organisation der Stadt Osnabrück, die Hochschule Osnabrück sowie Unternehmensvertreter. Für die Handwerkskammer wies Hauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt darauf hin, dass die 5500 Betriebe mit ihren 45.000 Mitarbeitern, die von der Kammer und in den 41 Innungen der Kreishandwerkerschaft betreut werden, sozusagen automatisch familienfreundlich seien. Denn 75 Prozent davon seien inhabergeführte Familienbetriebe. Bei einer durchschnittlichen Belegschaftsstärke von neun Personen kenne jeder jeden, „das ist dann quasi eine Familie“.

Familienbewusste Angebote

Barbara Schwarze, Hochschulprofessorin für Gender- und Diversity-Studien, beleuchtete das Thema aus wissenschaftlicher Sicht. Im Hinblick auf den Erfolg eines Unternehmens sei es wenig sinnvoll, auf gute Beschäftigte zu verzichten, nur weil sie Mutter oder Vater geworden sind oder sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern müssen. Unternehmen könnten durch Familienfreundlichkeit die Mitarbeiterbindung und -gewinnung deutlich verbessern. Entscheidend sei dabei, dass familienbewusste Angebote in der Unternehmenskultur fest verankert sind, von der Führung mitgetragen und auch im Betrieb gelebt werden. Es sei von enormer Bedeutung, dass Arbeitgeber ihr Engagement für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nach innen und außen kommunizieren, so Schwarze.

Wie das in der Praxis aussehen kann, verdeutlichte das von Julia Nickel (HWK) moderierte Podiumsgespräch mit Firmenvertretern, an dem Andreas Ennen (ebm), Anja Staschinski (Hellmann), Marion Fröhlich (buw/convergys), Stefanie Ludwig (Kostümwerkstatt) und Sandra Hehmann (Tischlerei Hehmann) teilnahmen.

Neue Osnabrücker Zeitung, Artikel vom 16.03.2017 in Lokales "Osnabrücker Familienbündnisse stellen Qualitätssiegel vor" von Joachim Dierks.
Foto: Jörn Martens



 
 
 
 

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