Polizeipräsident übergibt bundesweit erstes „E-Krad“ auf Borkum

Das erste Elektro-Polizeimotorrad im Einsatz- und Streifendienst in Deutschland überhaupt, übergab Bernhard Witthaut, Polizeipräsident der Polizeidirektion Osnabrück, auf der Insel Borkum an Polizeidirektor Johannes Lind, Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden. Das „E-Krad“ ist ab sofort fester Bestandteil der täglichen Arbeit der Polizeistation Borkum. Witthaut: „Das neue Einsatzfahrzeug in der Polizeidirektion vereint Innovation, Ökologie sowie Praktikabilität und eignet sich auch deshalb hervorragend für die Inselregion. Elektromobilität ist ein bedeutender Schlüssel zur nachhaltigen Umgestaltung von Mobilität in der Polizei.“ Sowohl Polizeipräsident Witthaut als auch Inspektionsleiter Lind freuten sich, als erste Polizeibehörde in Deutschland ein solches Elektrofahrzeug auf zwei Rädern in den polizeilichen Alltag zu implementieren. Zukünftig können die eingesetzten Beamten auf der Insel auch das unwegsame Gelände besser und schneller erreichen - beispielsweise bei der Suche nach Vermissten oder anderen Einsatzlagen, ohne dabei die besonderen Aspekte der Insel wie Natur-/ Umweltschutz und Tourismus zu beeinträchtigen.

Je nachdem wie sich das Elektromotorrad auf Borkum bewähre, seien weitere Beschaffungen denkbar, so Witthaut. In einem ersten zweiwöchigen Test Anfang März habe das neue Gefährt der Polizei auf Borkum bereits einen positiven Eindruck hinterlassen, so Jörg Heitner, Leiter der Polizeistation Borkum. Die Anschaffungskosten beliefen sich für das geländegängige Krad der Marke Zero, FX 6.5 (Enduro) auf rund 13.000 Euro. Die laufenden Kosten werden u.a. wegen der geringen Wartungs- und Inspektionskosten als gering eingeschätzt. Das Motorrad ist nahezu geräuschlos, wiegt nur 130 Kilogramm und beschleunigt von Null auf Hundert in 4 Sekunden. Die Reichweite der Batterie beträgt 70-80 Kilometer und ist in drei Stunden wieder vollgeladen. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden und des Elektro-Motorradhändlers Alwin Otten GmbH aus Meppen (Landkreis Emsland), dauerte es von der Idee bis zur Übergabe des ersten batterieelektrischen Fahrzeuges nur drei Monate. Die Firma Otten war nicht nur für die Bestellung des Krades zuständig, sondern übernahm auch in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Osnabrück die Umrüstung. Hierzu gehörten u.a. eine Speziallackierung für die Polizei, aber auch ein dreifacher Korrosionsschutzlack sowie eine extra Verdichtung der Elektronik, die wegen des erhöhten Salzgehaltes in der Luft auf Borkum nötig ist. Auch eine extra Bereifung wie auch die Montage eines Top-Case wurde vorgenommen.

In ganz Niedersachsen verfügt die Polizei über 38 Elektro- und Hybridfahrzeuge, 19 Elektrofahrräder und 46 Ladestationen. Ende November 2016 gab der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, den Startschuss des Projekts "lautlos & einsatzbereit". Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes entwickelt die Niedersächsische Polizei gemeinsam mit dem Niedersächsischen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik der TU Braunschweig einen Leitfaden zur integrierten Planung und Steuerung von Flotten-, Lade- und Energieinfrastruktur. Die Forschungen werden anhand von 50 hybriden und rein batterieelektrischen Streifenwagen sowie 30 Ladesäulen, die in dem Projekt beschafft werden, betrieben.



 
 
 
 

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