Handwerk führt Berufsabitur ein

Wurden ausgezeichnet: Gabriele Niehaus, Sandra Hehmann, Maik Peschke und Heinz Hubelitz

„Die Konjunktur brummt, aber uns fehlen die Leute“. Dieses Resümee zog Kammerpräsident Peter Voss anlässlich der Vollversammlung der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Und er ging anlässlich der bevorstehenden Bundes- und Landtagswahlen in seiner Rede noch weiter: Ich nerve alle Politikerinnen und Politiker, die ich zu packen kriege, und konfrontiere sie mit dieser bildungspolitischen Problematik.“

Voss betonte, dass das Handwerk auch selbst bei der Lösung des Fachkräfte- und Nachwuchsbedarfs entsprechende Modelle schon in Kürze umsetzen werde: „Mit der Einführung des Berufsabiturs, das wir als neue Bildungsmarke etablieren wollen, haben wir einen Meilenstein auf diesem Weg in dieser Legislaturperiode bereits erreicht.“ Das Konzept wurde gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz entwickelt, zur Realisierung eines doppelqualifizierenden Bildungsgangs - Gesellenabschluss plus Abitur. Das Berufsabitur wird ab dem Schuljahr 2017/2018 in mehreren Bundesländern, wie auch in Teilen Niedersachsen erprobt. Voss: „Hiermit will das Handwerk leistungsstarke und leistungsbereite Kandidaten erreichen und das werden in erster Linie Realschüler, aber auch Hauptschüler sein.“

Auch bezüglich einer Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften stellte Voss klar, dass einfache und unbürokratische Regelungen für ausländische Handwerker getroffen werden müssen: „Wir brauchen angesichts unserer Fachkräfteproblematik eine neue grundsätzliche Positionierung des Handwerks zur Zuwanderung und ich bin davon überzeugt, dass ein neues, klares Einwanderungsgesetz dringend nötig ist.“ Jedem beruflich qualifizierten aus einem Drittland müsse die Möglichkeit eingeräumt werden, in einer befristeten Zeit einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in Deutschland zu suchen. „Diese Positionierung des deutschen Handwerks wird erfreulicherweise von unseren Ansprechpartnern in der Politik aufgegriffen“, so Voss. Zudem forderte der Kammerpräsident eine Forcierung der digitalen Infrastruktur: „Wir fordern unmissverständlich von der Politik, die digitale Infrastruktur unabhängig von den Netzdienstleistern endlich flächendeckend auszubauen und alle Betriebe mit modernsten Bandbreiten im Gigabitbereich auszustatten.“

Voss verlieh für langjähriges ehrenamtliches Engagement Goldene Ehrennadeln an Fotografenmeisterin Gabriele Niehaus (Melle) und Dachdeckermeister Maik Peschke (Osnabrück). Silberne Ehrennadeln erhielten Tischlermeisterin Sandra Hehmann (Hagen) und Fliesenlegermeister Heinz Hubelitz (Lengerich/H.).



 
 
 
 

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