Weniger Lehrlinge

Die Anzahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge im Kammerbezirk hat sich um 4,8 % verringert

Insgesamt 2.273 neue Auszubildende konnte die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim zum heutigen Start des Ausbildungsjahres verzeichnen. Das ist ein Minus von 4,8 % oder 115 gegenüber dem Vorjahr. Harald Schlieck, Geschäftsführer der Abteilung Berufsbildung der Handwerkskammer, betont aber auch die Kehrseite dieser auf den ersten Blick negativen Entwicklung: „Wir registrieren in unserem Kammerbezirk niedersachsenweit die größte Nachfrage nach Auszubildenden.“ In keiner anderen Region gehe die Schere zwischen Angebot und Nachfrage so weit auseinander und fehlten die Bewerber. Schlieck: „Wir befürchten, dass dem personalintensiven Handwerk der Region in absehbarer Zeit die Fachkräfte fehlen werden“. Davon sind nahezu alle Berufe betroffen.

Die andauernde gute konjunkturelle Lage und die demografische Entwicklung führen zudem dazu, dass die rund 10.700 Handwerksbetriebe der Region verstärkt Ausbildungsplätze bereitstellen. Demgegenüber verzeichnen nahezu alle Handwerkskammern in Deutschland ein verändertes Bildungsverhalten hin zu Universitäten und Hochschulen. „Das führt zu Abbruchquoten von bis zu 70 % und zeigt, dass für viele junge Menschen eine Ausbildung im dualen Bildungssystem wie dem des Handwerks oft die bessere Lösung darstellt. Kammer-Hauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt fordert von der Politik daher auch eine verstärkte Unterstützung: „Berufsorientierung über die verschiedensten Karrieremöglichkeiten im Handwerk in den Gymnasien und, wie derzeit in der Politik diskutiert, auch eine 100-prozentige Förderung der Meisterausbildung wären sinnvolle Maßnahmen.“

Bundesweit ist der Bezirk der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim „Deutscher Ausbildungsmeister“. Der Anteil der Ausbildungsverhältnisse (7009 über alle Lehrjahre) am Gesamtbetriebsbestand (rund 10.700) ist deutschlandweit am höchsten und liegt bei über 65 %. Niedersachsenweit liegt die Quote durchschnittlich bei über 50 % und bundesweit bei knapp 40 %.

Die Ausbildungszahlen im Einzelnen
Neue Auszubildende im gesamten Kammerbezirk in 2016: 2388
Neue Auszubildende im gesamten Kammerbezirk in 2017: 2273 (-115 oder -4,8 %)

Gesamtbestand zum 01.08.2017 (1.- 4. Ausbildungsjahr) in 2016: 7442
Gesamtbestand zum 01.08.2017 (1.- 4. Ausbildungsjahr) in 2017: 7009 (-433 oder -5,8 %)



 
 
 
 

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