Öffentliche Förderprogramme

Die Europäische Union, die Länder und die Kommunen, aber auch die Arbeitsverwaltung, Förderbanken und Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft bieten Förderprogramme für unterschiedliche Branchen und unterschiedliche Zwecke.

Bei den Fördermitteln der verschiedenen Institutionen sind zu unterscheiden

  • Zinsbegünstigte Darlehen, z.T. mit Haftungsfreistellung für die Hausbank und tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Bürgschaften der Bürgschaftsbanken der Bundesländer für Investitionsvorhaben, bei denen die finanzierende Hausbank zusätzliche Sicherheiten braucht
  • Beteiligungskapital, das verzinst und nach einer bestimmten Anzahl von Jahren zurückgezahlt werden muss
  • Zuschüsse, d.h. nicht rückzahlbare Gelder, die aber i.d.R. an den Nachweis der Einhaltung konkreter Fördervorgaben wie z.B. die Schaffung von (zusätzlichen) Arbeitsplätzen gekoppelt sind
  • Beratungsförderung, i.d.R. als 50%-tiger Zuschuss zu den Kosten einer sog. freien Beratung
     

Eine gute Übersicht über die Förderprogramme und Finanzhilfen des Bundes, der Länder und der EU finden Sie hier.


Die Fördervoraussetzungen sind jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich, ferner können bestimmte Förderprogramme auch kombiniert in Anspruch genommen werden. Die Berater der Handwerkskammer informieren Sie unabhängig und neutral über alle in Frage kommenden Fördermöglichkeiten. Wir beraten Sie und klären mit Ihnen, ob Ihr Betrieb oder Ihr Existenzgründungsvorhaben Aussicht auf eine Förderung hat.


Bei der Beantragung öffentlicher Fördermittel sind drei Aspekte von besonderer Bedeutung:

1. Förderprogramme sind kombinierbar, also gleichzeitig für ein Vorhaben zulässig, soweit einzelne Programme dies nicht ausschließen und/oder bestimmte Fördergrenzen nicht überschritten werden.
2. Eine Reihe von Programmen sind so genannte de-minimis-Programme: Demnach darf ein Unternehmen aus solchen Programmen nicht mehr als 200.000 Euro Bruttosubventionsäquivalent innerhalb von drei Jahren erhalten.
3. Grundsätzlich müssen öffentliche Finanzierungshilfen vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Einige Programme müssen sogar vor Maßnahmenbeginn genehmigt werden.

 

Klären Sie unbedingt im Vorfeld einer Finanzierung mit den Beratern der Handwerkskammer diese Sachverhalte.

 

 

 

1. Darlehen

Die Basisförderung von Existenzgründungen erfolgt durch Darlehen, die sich neben ihrer Zinsgünstigkeit auch durch andere vorteilhafte Konditionen, wie Tilgungsfreijahre und Vorteile bei der Absicherung auszeichnen.

 

  • Als Partner des Mittelstands fördert die KfW Mittelstandsbank Existenzgründer u. a. durch Gewährung von Krediten, Nachrangdarlehen und Eigenkapital.
  • Bonität stärken, Investitionen anregen, Wirtschaftskraft entfalten - das sind die Ziele der NBank, der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachen.
 

2. Bürgschaften

Darlehen bedürfen grundsätzlich einer Absicherung, Sicherheiten stehen gerade Existenzgründern nicht oder nur unzureichend zur Verfügung. Die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) kann Ausfallbürgschaften für Investitions-, Betriebsmittel- und Avalkredite bis zu 1 Mio. Euro übernehmen.

 

3. Beteiligungen

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (MBG) übernimmt stille Beteiligungen zur Finanzierung von Investitionen, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und Maßnahmen zur Markteinführung neuer Produkte oder Produktionsverfahren.

 

4. Wirtschaftsförderung durch die Landkreise und Städte

Die Wirtschaftsförderer der Landkreise und Städte im Kammerbezirk bieten unterschiedliche Förderprogramme für die regionale Wirtschaft an. Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten der für Sie zuständigen Wirtschaftsförderung über die aktuellen Programme.

 

Hinweis

Unter bestimmten Voraussetzungen können Unternehmen die hier dargestellten Förderprogramme auch mit Fördermöglichkeiten aus den Bereichen Energie, Innovation und Umwelt kombinieren. Bitte informieren Sie sich auch auf diesen Internetseiten.

 

5. Beratungsförderung

Wenn sie externe Unterstützung bei wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen in Anspruch nehmen wollen, können Sie je nach Unternehmenssituation und Beratungsschwerpunkt einen Zuschuss zu den anfallenden Beratungshonoraren bekommen. Folgende Institutionen bieten Beratungsförderung an:

 

 

Wir finden gemeinsam mit Ihnen heraus, welches Programm am besten für Sie geeignet ist. Die Beratung durch die Handwerkskammer ist kostenfrei, sowohl für Mitgliedsbetriebe als auch für Existenzgründer

online_seit 05. Februar 2014, aktualisiert_am 18. August 2014

 
 
 
 

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