Handwerkskammerbeitrag

Immer wieder gibt es Fragen zum Handwerkskammerbeitrag. Hier haben wir Antworten zu den häufigsten Fragen zusammengestellt:

Wofür werden die Beitragsgelder verwendet?

Die Beiträge tragen zur Deckung der Kosten der Kammertätigkeit bei. Die Kammer vertritt die Interessen des Handwerks gegenüber der Politik, der Öffentlichkeit und den Medien. Handwerksbetriebe profitieren von einem umfassenden praxisnahen und kostenlosen Informations- und Beratungsangebot. Finanzielle Mittel fließen auch in die Begleitung der Ausbildung junger Menschen sowie in die Bereitstellung der gesamten Infrastruktur, mit der Meistern und Beschäftigten breite Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Warum ist der Beitrag auch von Betrieben zu zahlen, die bisher keine direkte Leistung der Kammer in Anspruch genommen haben?

Auch wer noch keinen direkten Kontakt mit der Handwerkskammer hatte, profitiert von ihrer Arbeit. Neben den gesetzlichen Aufgaben aus der Selbstverwaltung, engagieren sich die ehrenamtlichen Vertreter und die Mitarbeiter in der Interessenvertretung für das gesamte Handwerk und setzen sich für die Förderung der Handwerkswirtschaft ein. Ziel ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Handwerk. In Zusammenarbeit mit den anderen Handwerksorganisationen auf Landes- , Bundes- und EU-Ebene wird diese Aufgabe mit großem Nachdruck wahrgenommen.

Welchen Anteil haben die Beiträge am Haushalt?

Die Einnahmen aus Handwerkskammerbeiträgen bildeten im Jahr 2011 einen Anteil von rund 23 Prozent zu den Gesamteinnahmen der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Rund 13 Prozent der Einnahmen kommen aus Zuwendungen. Mehr als 56 Prozent der Gesamteinnahmen entfallen auf Gebühren, die insbesondere für die Nutzung des vielfältigen Angebots von Bildungsmaßnahmen im Berufsbildungs- und TechnologieZentrum Osnabrück entstehen.

Wer legt die Beitragshöhe fest?

Der Beitragsatz wird von der Vollversammlung der Handwerkskammer festgelegt. Dabei werden der Gleichheitsgrundsatz und die Leistungsfähigkeit der Betriebe berücksichtigt.

Wie wird der Beitrag berechnet?

Berechnungsgrundlage für den Beitrag ist der Gewerbeertrag, den das Finanzamt für das drei Jahre zurückliegende Steuerjahr festsetzt. Wenn kein Gewerbeertrag festgesetzt wurde, ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb die Berechnungsgrundlage.

Gibt es eine Widerspruchsfrist?

Gegen den Beitragsbescheid kann innerhalb eines Monats nach dessen Zugang Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereicht werden. Darüber hinaus ergeht der Beitragsbescheid unter dem Vorbehalt der Änderung, soweit sich die Bemessungsgrundlage nachträglich ändert.

Sollten Rückfragen zum Beitragsbescheid bestehen bzw. dem Bescheid offensichtliche Unrichtigkeiten zu Grunde liegen, wenden Sie sich bitte innerhalb der Klagefrist an die Handwerkskammer. Gegebenenfalls kann durch die Sachverhaltsaufklärung ein geänderter Beitragsbescheid erlassen werden, so dass die Notwendigkeit einer Klage - die mit Kosten verbunden ist - vermieden werden kann. Die Frist zur Klageerhebung wird durch die formlose Sachverhaltsaufklärung allerdings nicht beeinflusst.

Ist es auch möglich, den Beitrag zu stunden und Ratenzahlung zu vereinbaren?

Ja, das ist möglich, wenn die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für den Betriebsinhaber verbunden wäre. Im Einzelfall lässt sich dies mit den Ansprechpartnern in der Handwerkskammer klären.

 

online_seit 27. März 2013, aktualisiert_am 02. März 2015

 
 
 
 

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