Änderung des Übergangsgesetzes zum 1. Juli 2024 Neue Regelungen im Gerüstbau

Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüsten durch andere Bauhandwerke wird eingeschränkt.

Gerüstbauer

Eine Änderung des Übergangsgesetzes zur Handwerksordnung (HwO) schränkt ab dem 1. Juli 2024 das Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüsten durch andere Bauhandwerke ein. Folgende Fallgruppe sind dann zu unterscheiden:

1. Fallgruppe
Wird das Gerüst für die eigene Tätigkeit aufgestellt, ist keine Eintragung mit dem Gerüstbauerhandwerk erforderlich.

2. Fallgruppe
Wird das Gerüst im Rahmen von § 5 HwO Dritten zur Nutzung überlassen, ist keine Eintragung mit dem Gerüstbauerhandwerk erforderlich.

3. Fallgruppe
Wird das Gerüst für Dritte ohne Leistungserbringung im eigenen Handwerk aufgestellt, ist eine Eintragung mit dem Gerüstbauerhandwerk erforderlich.

Bisher wurde das Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüsten neben dem Gerüstbauerhandwerk auch weiteren Gewerken, wie beispielsweise dem Dachdeckerhandwerk oder dem Maler- und Lackiererhandwerk zugeordnet. Diese Zuordnung entfällt damit ab dem 1. Juli 2024. Arbeits- und Schutzgerüste dürfen nur noch dann aufgestellt werden, wenn diese zur Ermöglichung der jeweils zu diesem Gewerk dienenden Tätigkeit beitragen.

Der Zentralverband des deutschen Handwerks hat in einem Eckpunktepapier weitere Informationen zusammengestellt. Anfragen zu den neuen Regelungen beantworten wir Ihnen gerne. Die Kontaktdaten stehen Ihnen hier zur Verfügung.