Ausnahme für Handwerksbetriebe. Reform der Lkw-Maut

Mautpflicht auf Lkw mit mehr als 3, 5 Tonnen ausgedehnt.

LKW Flotte auf einem Hof einer Spedition

Seit 2015 ist der Geltungsbereich der Lkw-Maut für Lastkraftwagen (Lkw) auf dem mautpflichtigem Streckennetz auch auf Fahrzeuge und Fahrzeugzüge zwischen 7,5 t und 12 t zulässigem Gesamtgewicht ausgedehnt worden. Die bestehende Mautpflicht wird nunmehr ausgeweitet. Damit wird die geänderte Eurovignetten-Richtlinie, die bereits im März 2022 in Kraft getreten ist, umgesetzt.

Zum 1. Dezember 2023 wird für die Kosten verkehrsbedingter CO2-Emissionen eine neue Mautkomponente („Mautteilsatz“) eingeführt.

Ab dem 1. Juli 2024 wird die Mautpflicht auf Lkw mit mehr als 3, 5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse ausgedehnt.
Für die Handwerksbetriebe ist es gelungen, eine Ausnahme mit Einfügung des § 1 Absatz 2 Nr. 10 Bundesfernstraßenmautgesetz zu schaffen.

Demnach ausgenommen sind Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von weniger als 7,5 Tonnen, die zur Beförderung von Material, Ausrüstungen oder Maschinen, die der Fahrer zur Ausübung seines Handwerks oder seines mit dem Handwerk vergleichbaren Berufs benötigt, oder zur Auslieferung von handwerklich hergestellten Gütern, wenn die Beförderung nicht gewerblich erfolgt, benutzt werden.

Nach der Information des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks ist damit im Grundsatz davon auszugehen, dass ein Großteil der handwerklichen Tätigkeiten und Transportvorgänge von der Ausnahme erfasst werden, es sei denn die Beförderung erfolgt gewerblich.

Geplant ist die Möglichkeit zur Voranmeldung von mautbefreiten Fahrzeugen aus dem Handwerk. Aktuelle Hinweise zur Mautänderung finden Sie beim Zentralverband des Deutschen Handwerks.